Netzeinspeisung

Unter Netzeinspeisung versteht man die Abgabe von selbst erzeugtem Strom – etwa aus einer Photovoltaikanlage – in das öffentliche Stromnetz. Immer wenn mehr Energie produziert wird, als im eigenen Betrieb verbraucht oder gespeichert werden kann, wird der Überschuss automatisch ins Netz eingespeist. Dafür erhält der Betreiber in der Regel eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung.

Funktionsweise

Die Netzeinspeisung erfolgt über den Wechselrichter, der den von der PV-Anlage erzeugten Gleichstrom (DC) in netzkonformen Wechselstrom (AC) umwandelt. Der Strom fließt dann über den Einspeisezähler in das öffentliche Netz und wird dort vom Energieversorger registriert. Parallel dazu misst der Bezugszähler, wie viel Strom aus dem Netz bezogen wird.

Moderne Anlagen können sowohl Strom einspeisen als auch speichern. Über Batteriespeicher wird der Eigenverbrauch erhöht, sodass nur der Überschuss ins Netz gelangt – eine Kombination, die wirtschaftlich besonders attraktiv ist.

Einspeisevergütung

Betreiber von PV-Anlagen erhalten für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese Vergütung ist abhängig von der Anlagengröße, dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und der Art der Stromvermarktung (z. B. Direktvermarktung). Sie soll Investitionen in erneuerbare Energien fördern und die Energiewende vorantreiben.

In landwirtschaftlichen Betrieben lohnt es sich häufig, den Eigenverbrauch zu maximieren und nur Überschüsse einzuspeisen, da die Stromgestehungskosten oft unterhalb des Netzstrompreises liegen.

Voraussetzungen für die Netzeinspeisung

  • Netzanschluss: Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und technisch mit dem Stromnetz verbunden sein.
  • Wechselrichter: Wandelt den Strom in netzkonforme Spannung und Frequenz um.
  • Zählereinrichtung: Über Einspeise- und Bezugszähler werden Stromflüsse genau gemessen.
  • Sicherheitsabschaltung: Bei Netzausfall muss die Anlage automatisch vom Netz getrennt werden (NA-Schutz).

Netzeinspeisung in der Landwirtschaft

Landwirte nutzen die Netzeinspeisung, um überschüssige Energie aus Photovoltaikanlagen oder Biogasanlagen zu verkaufen. Dadurch entstehen zusätzliche Einnahmen, die zur Refinanzierung der Anlage beitragen. Gleichzeitig leisten landwirtschaftliche Energieerzeuger einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromversorgung und Netzstabilität.

Mit einem intelligenten Energiemanagementsystem kann gezielt entschieden werden, wann Strom gespeichert, selbst verbraucht oder ins Netz eingespeist wird – je nach Strompreis und Bedarf.

Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit der Netzeinspeisung hängt vom Verhältnis zwischen Einspeisevergütung und Strompreis ab. Während in den Anfangsjahren der PV-Förderung die Vergütung besonders attraktiv war, liegt der Fokus heute auf dem Eigenverbrauch. Dennoch bleibt die Netzeinspeisung ein wichtiger Bestandteil vieler Energiekonzepte, um Überschüsse wirtschaftlich zu nutzen.

Über farmers-happiness.de können Landwirte die passende Finanzierung und Förderung für ihre PV-Projekte mit Einspeisung finden.

Fazit

Die Netzeinspeisung ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen und damit zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Sie ist ein fester Bestandteil moderner Energiekonzepte in der Landwirtschaft und trägt sowohl zur Wirtschaftlichkeit als auch zur Energiewende bei.
Jetzt Beratung anfordern und erfahren, wie Sie Ihre PV-Anlage optimal für Eigenverbrauch und Netzeinspeisung kombinieren können.