Farmers Happiness

Ertragsrechner

Wie viel Energie erzeugt Ihre Anlage — und wie speisen Sie am lohnenswertesten ein? Wählen Sie Ihre Technologie und passen Sie die Annahmen bei Bedarf an.

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Unverbindliche Orientierung — keine Anlageberatung und keine Ertragsgarantie. Ergebnisse beruhen auf vereinfachten Annahmen.

Photovoltaik-Ertrag berechnen: So funktioniert der Ertragsrechner

Der Ertragsrechner beantwortet die zwei Fragen, die am Anfang jedes Energieprojekts stehen: Wie viel Strom erzeugt meine Anlage pro Jahr — und was ist dieser Strom wert? Dafür rechnet er die installierte Leistung über die Volllaststunden in eine Jahresenergiemenge um, teilt diese in Eigenverbrauch und Netzeinspeisung auf und bewertet beide Anteile: den Eigenverbrauch mit dem ersparten Strompreis, die Einspeisung mit der Einspeisevergütung oder dem Erlös aus der Direktvermarktung.

Für Photovoltaik ist die zentrale Größe der spezifische Ertrag: In Deutschland liefern gut geplante Anlagen zwischen 900 und 1.100 kWh pro kWp und Jahr — das entspricht 900 bis 1.100 Volllaststunden. Wie viel davon Ihr Standort erreicht, hängt von der Globalstrahlung (Süddeutschland liegt vorn), der Ausrichtung und Neigung der Module, möglicher Verschattung und der Anlagentechnik ab. Gerade landwirtschaftliche Betriebe haben hier oft beste Voraussetzungen: große, unverschattete Dachflächen auf Ställen und Maschinenhallen oder Flächen für Freiflächen- und Agri-PV-Anlagen.

Alle Annahmen im Rechner — Volllaststunden, Vergütungssatz, Strompreis, Eigenverbrauchsquote, Investitions- und Betriebskosten — sind mit branchenüblichen Richtwerten vorbelegt und lassen sich per Klick an Ihr Projekt anpassen. So sehen Sie sofort, wie sich etwa eine höhere Eigenverbrauchsquote oder gesunkene Modulpreise auf Erlös und Amortisation auswirken.

Einspeisevergütung berechnen: Sätze, Degression, Direktvermarktung

Die Formel ist einfach: eingespeiste Kilowattstunden × Vergütungssatz. Entscheidend sind also die aktuellen EEG-Sätze. Für Anlagen, die zwischen dem 1. Februar und 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, gilt:

Anlagengröße (Anteil) Überschusseinspeisung Volleinspeisung
bis 10 kWp7,78 ct/kWh12,34 ct/kWh
über 10 bis 40 kWp6,73 ct/kWh10,35 ct/kWh
über 40 bis 100 kWp5,50 ct/kWh10,35 ct/kWh

Die Sätze gelten leistungsanteilig: Eine 30-kWp-Anlage erhält für die ersten 10 kWp den höheren und für die restlichen 20 kWp den niedrigeren Satz. Seit Februar 2024 sinkt die Vergütung zudem halbjährlich um 1 % — der nächste Degressionsschritt kommt zum 1. August 2026. Einmal in Betrieb genommen, bleibt Ihr Satz aber für 20 Jahre fest.

Ab 100 kW installierter Leistung führt kein Weg an der Direktvermarktung vorbei: Der Strom wird über einen Dienstleister an der Börse verkauft, vergütet werden Marktwert plus Marktprämie abzüglich Vermarktungskosten. Der Ertragsrechner rechnet beide Modelle — feste Vergütung und Direktvermarktung — und zeigt, welches für Ihre Anlagengröße greift.

Beispielrechnung: 100-kWp-Anlage auf dem Scheunendach

Ein Betrieb installiert 100 kWp auf einer unverschatteten Süd-Dachfläche. Bei 950 Volllaststunden erzeugt die Anlage 95.000 kWh pro Jahr. Verbraucht der Hof davon 30 % selbst, spart er bei 25 ct/kWh rund 7.125 € Stromkosten. Die übrigen 66.500 kWh werden eingespeist — leistungsanteilig vergütet mit 7,78 ct (erste 10 kWp), 6,73 ct (bis 40 kWp) und 5,50 ct (bis 100 kWp) ergibt das einen Mischsatz von etwa 6,1 ct/kWh, also rund 4.060 € Einspeiseerlös. Zusammen stehen damit gut 11.000 € Jahresertrag einer Investition von grob 110.000 € gegenüber — vor Betriebskosten eine Amortisation im Bereich von zehn Jahren, bei steigender Eigenverbrauchsquote deutlich darunter. Genau solche Szenarien können Sie im Rechner oben mit Ihren eigenen Zahlen durchspielen.

Biogas, Windkraft und Batteriespeicher realistisch kalkulieren

Anders als eine PV-Anlage läuft ein Biogas-BHKW nahezu durch: 7.500 bis 8.000 Volllaststunden pro Jahr sind üblich, flexibilisierte Anlagen fahren gezielt in Hochpreisphasen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind neben den Substratkosten vor allem die Anschlussvergütung nach der ersten EEG-Periode — Stichwort Biomassepaket — und Investitionen in Repowering und Flexibilisierung.

Windkraftanlagen an Land erreichen je nach Standortgüte 1.800 bis 2.500 Volllaststunden. Da moderne Anlagen praktisch immer in der Direktvermarktung laufen, rechnet der Ertragsrechner hier mit Marktwert und Vermarktungskosten statt mit einer festen Vergütung. Batteriespeicher folgen einer eigenen Logik: Sie erzeugen keinen Strom, sondern verdienen an der Preisdifferenz — durch Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenkappung oder Arbitrage am Spotmarkt. Der Rechner kalkuliert dafür mit nutzbarer Kapazität, Zyklenzahl, Wirkungsgrad und Preis-Spread. Warum sich Gewerbespeicher und Großbatterien gerade jetzt rechnen, lesen Sie in unseren News.

Vom Ertrag zur Finanzierung

Die Ertragsprognose ist mehr als eine Fingerübung: Sie ist die Grundlage jeder Finanzierungsentscheidung. Banken prüfen, ob die erwarteten Erlöse Zins und Tilgung tragen — die Kapitaldienstfähigkeit Ihres Projekts. Ein realistisch gerechneter Ertrag, nachvollziehbare Annahmen und ein Puffer für schwache Jahre entscheiden darüber, ob und zu welchen Konditionen finanziert wird. Genau hier setzen wir an: Farmers Happiness strukturiert die Finanzierung von Erneuerbare-Energien-Projekten in der Landwirtschaft — von der Plausibilisierung Ihrer Ertragsrechnung bis zum passenden Finanzierungspartner.

Häufige Fragen zu Ertrag und Einspeisevergütung

Wie berechnet man die Einspeisevergütung?

Einspeisevergütung = eingespeiste Strommenge (kWh) × Vergütungssatz (ct/kWh). Die eingespeiste Menge ist der Jahresertrag abzüglich des Eigenverbrauchs. Beispiel: Eine 10-kWp-Anlage erzeugt rund 9.500 kWh; bei 30 % Eigenverbrauch werden 6.650 kWh eingespeist — bei 7,78 ct/kWh sind das rund 517 € pro Jahr.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Vom 1. Februar bis 31. Juli 2026 gilt bei Überschusseinspeisung: 7,78 ct/kWh bis 10 kWp, 6,73 ct/kWh für den Anlagenteil bis 40 kWp und 5,50 ct/kWh bis 100 kWp. Bei Volleinspeisung: 12,34 ct/kWh bis 10 kWp, darüber 10,35 ct/kWh. Zum 1. August 2026 sinken die Sätze planmäßig um 1 %.

Wie viel Geld bringt eine 10-kWp-Photovoltaikanlage?

Eine 10-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland rund 9.000–10.000 kWh pro Jahr. Bei 30 % Eigenverbrauch (Strompreis 25 ct/kWh) und Einspeisung des Rests zu 7,78 ct/kWh ergeben sich etwa 1.200–1.300 € pro Jahr aus ersparten Stromkosten und Einspeisevergütung. Landwirtschaftliche Betriebe mit hohem Tagesverbrauch erreichen oft höhere Eigenverbrauchsquoten und damit mehr Ertrag.

Was ist ein guter spezifischer Ertrag bei Photovoltaik?

In Deutschland sind 900–1.100 kWh pro kWp und Jahr üblich. Werte um 1.000 kWh/kWp gelten als gut; in Süddeutschland und bei optimaler Südausrichtung mit rund 30–35° Neigung sind auch über 1.100 kWh/kWp möglich. Verschattung, Ost-West-Ausrichtung oder flache Aufständerung reduzieren den Wert.

Wer zahlt die Einspeisevergütung — und wie lange?

Die Einspeisevergütung zahlt der örtliche Netzbetreiber, nicht der Stromanbieter. Der Vergütungssatz gilt ab Inbetriebnahme fest für 20 Kalenderjahre plus den Rest des Inbetriebnahmejahres. Ausgezahlt wird in der Regel monatlich als Abschlag mit jährlicher Endabrechnung.

Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung — was lohnt sich?

Mit Eigenverbrauch sparen Sie rund 25 ct/kWh Bezugskosten, die Einspeisung bringt nur 7,78 ct/kWh — deshalb ist Überschusseinspeisung mit möglichst hohem Eigenverbrauch meist wirtschaftlicher. Volleinspeisung mit dem höheren Satz von 12,34 ct/kWh lohnt sich vor allem, wenn vor Ort kaum Strom verbraucht wird, etwa bei reinen Scheunendächern oder Freiflächenanlagen.

Ab wann ist Direktvermarktung Pflicht?

Ab 100 kW installierter Leistung muss der Strom verpflichtend über einen Direktvermarkter an der Börse verkauft werden. Statt der festen Einspeisevergütung erhalten Sie dann den Marktwert plus Marktprämie, abzüglich der Vermarktungskosten. Der Ertragsrechner bildet beide Modelle ab.

Muss die Einspeisevergütung versteuert werden?

Für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Wohn- und Gewerbegebäuden sind die Einnahmen seit 2022 einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG); auf die Lieferung und Installation solcher Anlagen fällt seit 2023 zudem 0 % Umsatzsteuer an. Für größere und gewerbliche Anlagen gelten diese Vereinfachungen nicht — hier gehört die Vergütung in die Gewinnermittlung. Im Zweifel den Steuerberater fragen.

Wie genau sind die Ergebnisse des Ertragsrechners?

Der Rechner arbeitet mit branchenüblichen Richtwerten für Volllaststunden, Vergütungssätze und Kosten, die Sie alle an Ihr Projekt anpassen können. Die Ergebnisse sind eine fundierte Ersteinschätzung für die Projektentwicklung und das Bankgespräch — sie ersetzen kein standortbezogenes Ertragsgutachten und keine verbindliche Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Stand: Juli 2026. Vergütungssätze nach EEG, Gültigkeitszeitraum 01.02.–31.07.2026; alle Angaben ohne Gewähr, keine Steuer- oder Rechtsberatung.